Elsterradweg

Der Elsterradweg ist mit seinen 250 Kilometern Länge in vier bis fünf Tagesetappen zu bewältigen. Er verläuft größtenteils direkt entlang der Weißen Elster und führt durch Tschechien, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Radfahrer lernen abwechslungsreiche Landschaften wie das Vogtland, das Thüringer Schiefergebirge und die Leipziger Tieflandsbucht kennen, ehe der Fluss in Halle (Saale) in die Saale mündet.

Die Quelle des Flusses liegt auf 724 Metern über dem Meeresspiegel im tschechischen Teil Böhmens. Die ersten Kilometer werden noch auf tschechischem Staatsgebiet zurückgelegt. Der Elsterradweg durch das Vogtland ist gebirgig. Hier sind Kondition und Erfahrung erforderlich. Nach Oelsnitz befindet sich die Talsperre Pirk. Hier wird das Flusswasser zum Zwecke des Hochwasserschutzes, der Wasserversorgung und der Energieerzeugung gestaut. Der zwischen 1935 und 1939 errichtete Stausee dient auch als Naherholungsgebiet.

Von Oelsnitz nach Plauen sind knapp 30 Kilometer hinter sich zu bringen. Nordöstlich von Plauen wurde zwischen 1958 und 1964 die Talsperre Pöhl errichtet. Sie staut den Fluss Trieb und wird ebenso wie die Talsperre Pirk in niederschlagsarmen Perioden dazu eingesetzt, die Weiße Elster aufzuhöhen. Die Talsperre Pöhl ist ein populäres Ausflugsziel. Von hier fließt die Elster östlich des Thüringer Schiefergebirges nach Gera. Im flachhügeligen Altenburg-Zeitzer Lössgebiet zwischen Gera und Zeitz ändert die Weiße Elster leicht ihren Lauf in Richtung Nordosten und nimmt Kurs auf Leipzig.

Die Leipziger Tieflandsbucht ist beinahe baumlos. Der Braunkohleabbau im vergangenen Jahrhundert brachte eine massive Abholzung des Gebietes mit sich. In und um Leipzig wurde die Weiße Elster zum Schutz vor Hochwasser teilweise reguliert, begradigt, verlegt und kanalisiert. 1933 wurde das bis heute unvollendete Projekt „Elster-Saale-Kanal“ begonnen. Um den Anschluss Leipzigs an die Elbe und an die Nordsee zu ermöglichen, sollte die Elster in Leuna mit der Saale verbunden werden.

Elsterradweg von Plauen nach Pirk: